📸 Punktesystem

Das Punktesystem (Flensburg)
Das Fahreignungsregister (FAER) in Flensburg sammelt keine Bonuspunkte, sondern registriert deine schweren Verkehrsverstöße. Es funktioniert wie ein Warnsystem, um rücksichtslose Fahrer rechtzeitig auszubremsen. Wer zu viele Punkte sammelt, verliert am Ende seine Lizenz.
Die Punkte-Stufen für Verstöße
Je nachdem, was du verbrochen hast, wandern unterschiedlich viele Punkte auf dein Konto in Flensburg:
- 1 Punkt:
Für schwere Ordnungswidrigkeiten (z. B. Handy am Steuer, deutliche Geschwindigkeitsüberschreitung).- 1 Punkt-Delikte verfallen nach 2,5 Jahren.
- 1 Punkt-Delikte verfallen nach 2,5 Jahren.
- 2 Punkte:
Für sehr schwere Ordnungswidrigkeiten mit Fahrverbot oder für Straftaten ohne Entzug der Fahrerlaubnis (z. B. rote Ampel mit Gefährdung, illegales Abbiegen).- 2 Punkt-Delikte verfallen nach 5 Jahren.
- 3 Punkte:
Für schwere Straftaten im Verkehr, die direkt zum Entzug des Führerscheins führen (z. B. Unfallflucht, extreme Trunkenheitsfahrt).- 3 Punkt-Delikte verfallen nach 10 Jahren.
Das offizielle Stufensystem
Die Behörde schaut nicht tatenlos zu, bis du die Höchstgrenze erreichst. Es gibt einen gesetzlich festgelegten Fahrplan:
- 1 bis 3 Punkte (Vormerkung):
Du stehst im Register. Es passiert noch nichts, aber du bist aktenkundig. - 4 bis 5 Punkte (1. Stufe - Ermahnung):
Du erhältst einen kostenpflichtigen Brief von der Behörde. Dein Vorteil: Jetzt kannst du noch freiwillig an einem Fahreignungsseminar (FES) teilnehmen, um 1 Punkt abzubauen (das geht aber nur einmal alle 5 Jahre!). - 6 bis 7 Punkte (2. Stufe - Verwarnung):
Der nächste teure Brief flattert rein. Ab jetzt kannst du keine Punkte mehr abbauen – auch nicht durch Seminare. - 8 Punkte (3. Stufe - Entzug):
Das Spiel ist vorbei. Die Fahrerlaubnis wird dir offiziell entzogen. Dein Führerschein wird eingezogen und geschreddert.
Fahrverbot vs. Fahrerlaubnisentzug (Der große Unterschied)
Viele verwechseln diese beiden Begriffe, obwohl sie rechtlich völlig verschieden sind:
- Das Fahrverbot (Der Denkzettel):
Du musst deinen Führerschein für 1 bis 3 Monate beim Amt oder der Polizei abgeben. Nach Ablauf dieser Frist kriegst du exakt denselben Führerschein per Post zurück und darfst sofort wieder fahren. - Der Entzug der Fahrerlaubnis (Der Totalverlust):
Dein Führerschein ist dauerhaft weg. Es wird eine gesetzliche Sperrfrist (meist von 6 Monaten bis zu mehreren Jahren) verhängt. Erst danach kannst du die Fahrerlaubnis komplett neu beantragen und musst oft sogar die Prüfungen wiederholen.
Die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung)
Der Volksmund nennt sie unfair „Idiotentest“. Rechtlich ist die MPU das härteste Werkzeug der Behörde, um zu prüfen, ob du überhaupt charakterlich geeignet bist, ein Fahrzeug zu führen. [1, 2]
- Wann droht die MPU?
- Bei wiederholten, extremen Verkehrsverstößen trotz Verwarnungen.
- Bei Fahrten unter Drogeneinfluss (Cannabis, Kokain etc.).
- Bei Alkoholfahrten ab einem bestimmten Promillewert oder bei wiederholten Alkohol-Auffälligkeiten.
- Das Ziel:
Ein Gutachter checkt im Gespräch, ob du dein fehlerhaftes Verhalten wirklich eingesehen und dein Leben langfristig geändert hast. Erst wenn du das positive MPU-Gutachten vorlegst, darf das Amt dir überhaupt einen neuen Führerschein ausstellen.
💡 Fazit:
Punkte in Flensburg gibt es ab schweren Verstößen. Bei 4–5 Punkten wirst du ermahnt (letzte Chance zum Punkteabbau!), bei 6–7 verwarnt und ab 8 Punkten ist der Führerschein unwiderruflich weg. Fahrverbote sind nur ein temporärer Denkzettel – der Entzug und eine anschließende MPU wegen Alkohol oder Drogen bedeuten dagegen monatelangen Fußmarsch und extrem hohe Kosten!
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