🏢 KFZ-Zulassung Zulassung: So kommt das Auto auf die Straße Bevor du mit einem Auto, Motorrad oder Anhänger legal auf öffentlichen Straßen Gas geben darfst, muss das Fahrzeug offiziell angemeldet sein. Die Bürokratie unterscheidet hier zwischen zwei Fahrzeug-Typen. Zulassungspflichtig vs. Zulassungsfrei Zulassungspflichtig: Das gilt für fast alle Kraftfahrzeuge (Pkw, Lkw, Motorräder), die eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h haben. Sie bekommen von der Zulassungsstelle ein offizielles, gestempeltes Kennzeichen zugeteilt. Zulassungsfrei: Dazu gehören Fahrräder, E-Scooter, Mofas oder leichte Anhänger. Aber Achtung: Zulassungsfrei bedeutet nicht regelfrei! Viele dieser Fahrzeuge brauchen trotzdem eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen (die kleinen bunten Klebeschilder/Blechschilder für Mofas und E-Scooter), um am Verkehr teilzunehmen. Die ultimative Checkliste für die Kfz-Zulassungsstelle Wenn du dein neues Auto oder Bike anmelden willst, musst du mit einem dicken Stapel Dokumente bei der Zulassungsstelle aufschlagen. Fehlt auch nur ein Zettel, schicken sie dich wieder nach Hause. 1. Deine persönlichen Dokumente Persönliche Dokumente: Personalausweis oder Reisepass (Gültig!). Meldebescheinigung: Nur nötig, wenn du den Reisepass nutzt, da dort deine Adresse nicht drinsteht. SEPA-Lastschriftmandat: Ein ausgefülltes Formular für den Einzug der Kfz-Steuer. Ohne Bankkonto und Steuer-Zustimmung gibt es keine Zulassung! Vollmacht + Ausweiskopie: Falls du nicht selbst hingehst, sondern jemand anderen (z. B. deine Eltern oder die Fahrschule) für dich vorschickst. 2. Die Fahrzeug-Dokumente Zulassungsbescheinigung Teil II (Der Fahrzeugbrief): Das große Dokument. Es beweist, wem das Auto gehört. Bleibt sicher zu Hause im Tresor! Zulassungsbescheinigung Teil I (Der Fahrzeugschein): Das kleine Dokument. Du bekommst es bei der Anmeldung ausgehändigt. Wichtig für die Praxis: Dieses Dokument musst du bei jeder Fahrt im Original (oder digital verifiziert via offizieller i-Kfz-App) im Auto dabeihaben! eVB-Nummer (Elektronische Versicherungsbestätigung): Ein 7-stelliger Code von deiner Kfz-Versicherung. Er beweist dem Amt digital, dass das Auto haftpflichtversichert ist.  HU-Bescheinigung (TÜV-Bericht): Der Nachweis, dass der Wagen verkehrssicher ist. (Fällt bei fabrikneuen Autos weg). COC-Dokument (Certificate of Conformity): Brauchst du nur, wenn du ein nagelneues Werksauto das allererste Mal anmeldest. [1] Alte Kennzeichenschilder: Nur nötig, wenn das Auto vorher schon angemeldet war und du die Schilder umtauschen oder übernehmen willst. Kennzeichenarten: Standard-Kennzeichen Das Standard-Kennzeichen wird an die meisten Fahrzeuge vergeben, die dauerhaft für den Straßenverkehr gelten. Elektrofahrzeuge tragen meist ein E am Ende Saisonkennzeichen Saisonkennzeichen sind für Fahrzeuge gedacht, die nur saisonal genutzt werden. Außerhalb der Saison dürfen diese Fahrzeuge nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden und müssen in einer Garage oder auf einem Privatgelände stehen H-Kennzeichen Oldtimer-Kennzeichen Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind und sich weitgehend im Originalzustand befinden, können Oldtimer-Kennzeichen sind steuerlich begünstigt Wechselkennzeichen Wechselkennzeichen bieten die Möglichkeit, zwei Fahrzeuge mit nur einem amtlichen Kennzeichen zu nutzen Kurzzeitkennzeichen Das Kurzzeitkennzeichen dient der Überführung, um ein nicht zugelassenes Fahrzeugs Die Gültigkeit beträgt maximal 5 Tage Rotes Kennzeichen werden an Händler und Werkstätten ausgegeben und dürfen für Probe-, Überführungs- und Prüfungsfahrten verwendet werden Grünes Kennzeichen Ein grünes Kennzeichen ist steuerbefreit und wird vor allem an landwirtschaftliche Fahrzeuge, Arbeitsmaschinen oder Fahrzeuge von gemeinnützigen Organisationen vergeben Da sie steuerlich begünstigt sind, dürfen Fahrzeuge nur für den angegebenen Zweck mit grünem Kennzeichen fahren Diplomatenkennzeichen Sie beginnen meist mit einer „0“ und enthalten eine Landeskennung Fahrzeuge mit Diplomatenkennzeichen besitzen diplomatische Immunität Zoll-, Exportkennzeichen werden für den Export von Fahrzeugen aus Deutschland verwendet. Bundeswehr- und Behördenkennzeichen werden für Militärfahrzeuge verwendet 💡 Fazit: Alles über 6 km/h braucht im öffentlichen Raum eine Zulassung oder zumindest ein Versicherungskennzeichen. Für den Termin beim Amt gilt: eVB-Nummer der Versicherung besorgen, alle Fahrzeugpapiere (Teil I & II) einpacken und den Personalausweis auf keinen Fall vergessen! Den kleinen Fahrzeugschein musst du ab der ersten Fahrt immer im Auto mitführen.